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3.2 Oft gestellte Fragen

3.2.1 Wie kann ich Google Drive für Backups nutzen?

Um alle Vorteile von Private-Backup (Vertraulichkeit, Archiv-Management) mit Google Drive zu nutzen, genügt eine Standardinstallation von Google Drive:

  1. Registrieren Sie ein Gmail Konto bei Google. Zur Zeit sind 5 GB Cloud-Speicher kostenlos.
  2. Auf der Google Drive Seite kann das Programm 'Google Drive' heruntergeladen und installiert werden.

Der Private-Backup Dialog sollte Google Drive ohne zusätzliche Konfiguration erkennen. In der Liste mit Laufwerken erscheint ein zusätzliches Laufwerk mit der Bezeichnung Google Drive. Der Laufwerksbuchstabe ist der selbe, auf dem sich auch die Benutzerdaten befinden. Dies liegt daran, dass Google Drive einen normalen Ordner für die Synchronisierung mit der Cloud verwendet. Dieser Ordner wird im Benutzerprofil des aktuellen Benutzers angelegt. Backups mit Google Drive gehen sehr schnell. Wesentlich länger dauert die anschließende Synchronisierung mit der Cloud. Ob die Synchronisierung fertig ist erkennen Sie an dem Symbol in der Statusleiste, das bei der Installation von Google Drive hinzugefügt wird.

3.2.2 Wie kann ich Strato HiDrive für Backups nutzen?

Wie auch bei anderen Anbietern von Onlinespeicher gibt es für HiDrive verschiedene Möglichkeiten des Zugriffs. Hier soll gezeigt werden, wie ein Laufwerksbuchstabe für Strato HiDrive eingerichtet werden kann. Private-Backup erkennt dieses Laufwerk als Netzlaufwerk. Dazu muss im Assistenten die Option 'Im Netzwerk suchen' eingeschaltet werden. Strato HiDrive ist nicht kostenlos.

Vorteile:

  1. Die Daten werden direkt in der Cloud gesichert, nachdem Private-Backup beendet wurde, kann z.B. der Rechner ausgeschaltet werden.
  2. Es ist keine Installation von zusätzlichen Programmen wie z.B. bei Google Drive notwendig.

Einrichtung von CIFS (Common Internet File System) für Strato HiDrive:

  1. Erwerben Sie den für Sie notwendigen Cloud Speicher bei Strato.
  2. Auf der Konfigurationsseite von Strato HiDrive muss ein Benutzername z.B. 'ben4backup' und ein Benutzerpasswort z.B. 'e113al1a' eingetragen werden. Im Abschnitt 'Lese- Schreibrechte' sollten Sie beides erlauben.
  3. Jetzt kann dem Onlinespeicher ein Laufwerks-Buchstabe zugeordnet werden. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf 'Netzwerkumgebung' und wählen 'Netzlaufwerk Verbinden...'.

Als Ordner muss bei obigem Beispiel

\\ben4backup.cifs.hidrive.strato.com\root\public 

angegeben werden. Anschließend werden Sie nach dem Passwort (e113al1a) gefragt. Wenn der Laufwerks-Buchstabe auch nach einem Neustart erhalten bleiben soll, markieren Sie das entsprechende Kästchen.

3.2.3 Welche Dateien wurden seit dem letzten Backup verändert?

Im ersten Teil des Protokolls wird die Komprimierung der einzelnen Dateien eines Ordners angezeigt. Wird ein Template verwendet, zeigt Private-Backup nur Veränderungen seit der letzten Datensicherung an. Dateien, die im Raw-Format archiviert werden müssen, weil kein passender Schlüssel gefunden wurde, werden zur Warnung immer angezeigt.

1..9 EFS Die Datei wurde im Raw-Format archiviert. Die Ziffer sagt aus, wie viele Personen einen Schlüssel besitzen. 9 bedeutet, dass Sie nicht das Recht haben, diese Information zu erfragen.
* Update Datum oder Größe der Datei haben sich verändert.
+ Add Neue Datei oder neuer Ordner.
- Delete Datei wurde entfernt.
~ Snake Der kurze Dateiname wurde verändert.
e Encrypt Die Datei hat sich nicht verändert, sie war im Template unverschlüsselt archiviert, da das Template selbst verschlüsselt oder versiegelt ist. Jetzt wurde die Datei verschlüsselt als Raw Datei archiviert.
d Decrypt Die Datei hat sich nicht verändert, sie wurde im Template als Raw Datei archiviert. Jetzt wurde die Datei unverschlüsselt archiviert, da das neue Archiv selbst verschlüsselt oder versiegelt ist.
a Access Control Die Berechtigungen wurden verändert.
p Properties Die Eigenschaften (z.B. Schreibgeschützt oder Versteckt) wurden verändert.
c Character Die Groß- und Kleinschreibung wurde verändert.
l Link Ein Hardlink wurde verändert.
j Junction Ein Reparsepoint wurde verändert.
. Pend Die Datei kann erst bei einem Neustart ersetzt werden.
Beispiel-Protokoll Komprimierung:

RtCmd X70305 OK     Montag, 5. März 2007  11:18:18
Netzwerksuche

backup access       \Hans\Eigene Dateien\Briefe
template            C:\RtArch\Hans\Briefe\061022_142863.zip
            1       Nicht veränderte, fremde Datei.txt
             *      Veränderte Datei.txt
             +      Neue Datei.txt
             -      Gelöschte Datei.txt
            1u      Nicht verändert, jetzt unverschlüsselt.txt
              a     ACL wurde verändert.txt
               p    Eigenschaften verändert.txt
                c   Die Groß- Kleinschreibung wurde verändert.txt
                 l  DateiUnverändert.txt
                    Hardlink auf DateiUnverändert.txt
                 j  Reparsepoint auf Ordner
                    C:\Ordner
             *   .  Datei wird gerade verändert.txt
ready               9 Dateien, 0 Ordner, 0.009 mb -> 0.008 mb

3.2.4 Wo wurden neue Archive erstellt?

Im zweiten Teil des Protokolls wird die Archivverwaltung angezeigt.

Beispiel-Protokoll Archivierung:

Festplatte    31+0  C:\RtArch\Hans\Briefe\071025_194843.zip
Netz           6+1  \\PC\RtArch\Hans\Briefe\071025_194843.zip
USB Stick     10+1  1_E:\Hans\Briefe\071025_194843.seal

ERFOLGREICH!        Logzeit 00.00.01.692

Für jedes erstellte Archiv wird eine Zeile angezeigt, die mit der Eigenschaft des Speichermediums beginnt. Alle Wechseldatenträger werden als USB Sticks bezeichnet.

Die folgende Zahlenkombination gibt Auskunft über die automatische Archivverwaltung. Die Kombination 31+0 bedeutet, dass der Archivordner C:\RtArch\Hans\Briefe jetzt 31 Archive enthält. +0 sagt aus, dass ein neues Archiv dazu gekommen ist und ein altes gelöscht wurde.

Eine Ziffer, z.B. 1_ am Beginn des Pfades, gibt Auskunft über die EFS Verschlüsselung oder Versiegelung des gesamten Archivs.

3.2.5 Ist das Zipformat identisch mit dem von Windows®

Ziparchive, die mit Private-Backup erstellt wurden, enthalten zusätzliche Informationen, um einen Windows® Ordner vollständig zu archivieren. Die Zip-Dateien können mit Standard Zip-Programmen entpackt werden. Folgende Eigenschaften werden dann jedoch nicht korrekt wiederhergestellt:

Beispiel
Sonderzeichen
kurze Dateinamen Progam~1
Berechtigungen
Hardlinks, Reparsepoints
Kompression, Verschlüsselung

Dateien mit Pfadnamen, die länger als 256 Zeichen sind oder die im Raw-Format archiviert wurden, können von Standard Zip-Programmen nicht entpackt werden. Um ein versiegeltes Archiv mit einem Standard Zip-Programmen zu entpacken, muss dieses zuerst entsiegelt werden.

3.2.6 Warum ist es nicht sinnvoll das ganze Laufwerk zu sichern?

Dateien an denen gearbeitet wird (z.B. Datenbanken oder Textdokumente), sollten von der Softwareinstallation getrennt und regelmäßig gesichert werden. Dieses Konzept wird von Install- und Private-Backup konsequent unterstützt. Viele andere Backuplösungen für kleine Netzwerke oder den Hausgebrauch sichern oft nur ganze Partitionen, wodurch Datenmenge und Rechenzeit bei regelmäßigen, z.B. stündlichen Backups, ins Unermessliche steigen würde. Die Folge ist, dass manchmal nur wöchentlich ein Backup gemacht wird und das Datenausfallrisiko enorm ist.

Für ein sicheres Datenkonzept mit Outlook können Sie so vorgehen:

  • Konfigurieren und überprüfen Sie Outlook bzw. Outlook Express
  • Nun schließen Sie alle Programme und führen den Profiler aus.
  • Starten Sie Outlook erneut und öffnen Sie die Datei 'outlook.pst', die sich jetzt im eigenen Ordner data\Outlook\ befindet.
  • Nach der Konfiguration sollte eine Installationssicherung mit Install-Backup gemacht werden.
  • Speichern Sie ab jetzt alle anderen wichtigen Dateien, z.B. Textdokumente, in einem Unterordner von 'data'.

Der Ordner 'data' und mit ihm alle wichtigen Daten kann regelmäßig mit Private-Backup aus dem Kontextmenü (Rechtsklick auf den Ordner) gesichert werden.

Neben den lokalen Festplatten sollte mindestens ein zusätzliches Laufwerk verfügbar sein. Sehr gut eignen sich USB-Sticks oder andere Rechner in einem Netzwerk. Um Daten vor höherer Gewalt (z.B. Feuer) zu schützen, muss ein entfernter Rechner (Internetsicherung) genutzt werden:

In Abhängigkeit von der maximal erlaubten Daten-Ausfallzeit ergeben sich folgende Möglichkeiten die Sicherung zu starten:

Max. Ausfallzeit
Manuelle Datensicherung
Kontextmenü unendlich
Verknüpfung im Startmenü unendlich
Tastenkombination (Hotkey) unendlich
Automatische Datensicherung
beim Abmelden mit Console-Editor 8 Stunden
beim Abmelden mit einer Gruppenrichtlinie 8 Stunden
Geplante Task 5 Minuten
Console SCHEDULE 1 Minute

3.2.7 Wie funktioniert die automatische Datensicherung?

Auch wenn viele Daten zentral gespeichert werden, sollte jeder Benutzer eine sichere lokale Datenablage erhalten, um z.B. das Ausdrucken von E-Mails endgültig überflüssig zu machen. Betrachten wir hierzu folgendes Beispiel, das ohne zusätzliche Investitionen in Hardware auskommt:

  • 100 Rechner im Netzwerk.
  • Durchschnittsgröße der lokalen Datenablage 10 MB, entspricht etwa 1000 E-Mails.
  • Auf jedem Rechner werden 10 GB für die Datensicherung anderer Benutzer freigegeben (ca. 10% des Speicherplatzes der Festplatte).

Somit muss Private-Backup die letzten 10 Archive auf einem zufällig ausgewählten Rechner behalten, um auf insgesamt 1000 Archive im Netzwerk zu kommen.

Bei 2 automatischen Sicherungen pro Tag und 200 Arbeitstagen pro Jahr ergeben sich 400 Sicherungen pro Jahr. Da die Archive zufällig im Netzwerk verteilt werden, ist das älteste Archiv nicht 1000 Sicherungen, sondern durchschnittlich 1800 Sicherungen alt. Die Datenablage lässt sich damit über mehr als 4 Jahre zurückverfolgen. Ein totaler Datenverlust ist fast unmöglich.

Obiges Szenario kann mit einer Kommandozeile im Logonscript realisiert werden:

c_e -h 14400 rtcmd pb -i s=*DOC\data tf100=*HD\*ARCH\* tf10=*NET\*ARCH\*

Folgendes ist zu beachten:

  • Jeder Benutzer sollte einen eindeutigen Namen erhalten.
  • Das Gastkonto und der Ordner c:\RtArch muss freigegeben sein.

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Handbuch RT_3.60