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2.2 Oft gestellte Fragen

2.2.1 Wie wird eine Windows® Umgebung von DVD wiederhergestellt?

Für die Wiederherstellung einer Windows® Installation ist kein voll funktionierendes Windows® System notwendig, obgleich es meistens sinnvoll und einfacher ist, Windows® neu zu installieren, wenn keine startfähige Version mehr auf der Festplatte vorhanden ist.

So wird direkt vom DVD Laufwerk wiederhergestellt:

  1. Starten Sie den Rechner mit einer Windows®-Start-DVD (WinPE). Wurde Ihr Rechner mit einer Install‑Restore Recovery-DVD ausgeliefert, so erscheint nach dem Startvorgang automatisch der Install‑Restore Assistent und ein Klick auf OK stellt den Computer wieder her.
  2. Über Computerreparaturoptionen und Systemwiederherstellungsoptionen kann eine Eingabeaufforderung geöffnet werden.
  3. Jetzt kann eine Install-Restore DVD in das DVD-Laufwerk eingelegt werden. Wechseln Sie in das .ib Verzeichnis des Datensatzes und starten Sie abhängig vom Typ der Start-DVD entweder InstallRestore32.exe oder InstallRestore64. Ein Install-Backup Datensatz enthält immer sowohl die 32- als auch die 64-Bit Programme für die Wiederherstellung. Alternativ kann auch ein .ib Datensatz von einer Festplatte oder dem Netzwerk gewählt werden.

Bitte beachten Sie:

  • Eine Installation kann mit einer beliebigen Start-DVD wiederhergestellt werden. Mit einer 64 Bit Windows® 7 DVD kann z.B. ein 32 Bit Windows® XP wiederhergestellt werden.
  • Der Hard-Restore Modus sollte nur im Notfall verwendet werden, da das Windows® PE das von der DVD gestartet wurde nur eine minimale Treiber-Konfiguration einsetzt. Mit Hard-Restore wird diese auf die neue Installation vererbt (z.B. standard Bildschirmtreiber, kein Netzwerk).
  • Die Zielfestplatte muss partitioniert und formatiert sein. Dazu können die Kommandos diskpart und format verwendet werden. Wurde die Festplatte mit einer Windows® 7 DVD (neues Bootmenü) formatiert, und ein Windows® XP (altes Bootmenü) wiederhergestellt, so muss u.U. mit dem Kommando bootsect der Bootstrapcode auf das alte Bootmenü umgeschrieben werden.
  • Windows® PE ordnet den vorhandenen Partitionen selbst Laufwerksbuchstaben zu die von Install-Restore übernommen werden. Welche Buchstaben einer Festplatte zugeordnet werden hängt dabei vom Steckplatz auf der Mutterplatine ab. Um die Buchstabenzuordnung zu verändern kann diskpart verwendet werden.

2.2.2 Wie wird eine Windows®-Umgebung gelöscht?

1. Installationsordner

Achtung, löschen Sie nie Ordner der laufenden Installation. Mit 'rtcmd ii' können diese angezeigt werden:

V70910  RtCmd   OK  Montag, 10. September 2007  19:02:32

        SystemRoot  C:\vis_win
          Profiles  C:\vis_u
      ProgramFiles  C:\vis_Programs_
       ProgramData  C:\vis_data___
          User SID  S-1-5-21-1320991428-542427084-2432989345
        Os Version  6

ERFOLGREICH!        Logzeit 00.00.00.020

Das Script 'InstallClean.cmd' entfernt die Ordner einer Installation. Zusätzlich werden Sie gefragt, ob die Papierkörbe, die für alle Installationen auf der jeweiligen Partition gelten entfernt werden sollen.

Dazu gehört auch der Ordner 'System Volume Information' der u.a. alte Systemeinstellungen enthält, versteckt ist und sehr groß werden kann.

2. Bootmenü

Das Bootmenü muss nicht bereinigt werden, wenn danach eine neue Installation mit demselben Namen erstellt wird. Eine nicht vorhandene, aber im Bootmenü eingetragene Installation ist nur ein Schönheitsfehler. Rechenleistung und Speicherplatz werden dadurch nicht beeinflusst.

Bei XP und Server™2003 kann das Bootmenü über die Systemsteuerung konfiguriert werden:

Systemsteuerung->System->Erweitert->Starten und Wiederherstellen

Ab Vista™ kann dazu die Systemkonfiguration(msconfig) verwendet werden, die von einer Console aus dem Menü 'Einstellungen' gestartet werden kann.

2.2.3 Wie kann der Rechner bei jedem Herunterfahren wiederhergestellt werden?

Besonders für öffentliche Rechner in Schulen oder Internetcafés ist eine automatische Wiederherstellung beim Herunterfahren des Rechners sinnvoll. Die Benutzer können volle administrative Rechte erhalten, um ihre eigene Software zu installieren und zu benutzen. Nach einem Neustart ist der Rechner wieder sauber.

Dazu kann eine Verknüpfung im Startmenü oder eine Gruppenrichtlinie definiert werden.

Kommandozeile für Install-Restore und Rechner ausschalten:

%RT%\c_e -ht rtcmd ir -i s=C:\*ARCH\* t=*

Install-Restore und Rechner Neustart:

%RT%\c_e -hs rtcmd ir -i s=C:\*ARCH\* t=*

Um den Anwender zur Wiederherstellung des Rechners mit einer Verknüpfung zu zwingen, kann das normale Herunterfahren und Abmelden mit diesem Script deaktiviert werden:

SET KEY=HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer
reg add %KEY% /v StartMenuLogoff /t REG_DWORD /d 1 /f
reg add %KEY% /v NoClose         /t REG_DWORD /d 1 /f

2.2.4 Was sagt das Protokoll?

Install-Restore stellt aus mehreren Zip-Dateien die Installation wieder her. Deshalb ist das Protokoll aus mehreren Private-Restore Protokollen zusammengesetzt.

Nach der Wiederherstellung der Installationsordner werden nicht mehr benötigte Dateien entfernt, hier ein Beispiel:

restore clean       C:\WINDOWS\system32\dllcache
ready

restore clean       C:\WINDOWS
             -      Prefetch\RTHOST.EXE-28A8CE15.pf
             -      Prefetch\RTCMD.EXE-1C7A41E2.pf
             -      Prefetch\RT.EXE-25D33803.pf
             -      Prefetch\INSTALL_RESTORE.EXE-1B518D54.pf
ready

Jetzt wird die Registrierdatenbank wiederhergestellt:

restore registry
            *      C:\WINDOWS\system32\config\SAM
            *      C:\WINDOWS\system32\config\SECURITY
            *      C:\WINDOWS\system32\config\SOFTWARE
            *      C:\WINDOWS\system32\config\SYSTEM
ready

Zum Schluss wird das Bootmenü angepasst.

restore bootmenu
             *      C:\boot.ini
ready 

Für den Abschluss muss der Rechner neu gestartet werden.

>>>>>>>>>>>>>>>>>>  Bitte starten Sie Ihr System jetzt neu!

ERFOLGREICH!        Logzeit 00.01.33.744

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