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1.2 Oft gestellte Fragen

1.2.1 Welche Daten werden mit Install-Backup gesichert?

Install-Backup sichert alle Dateien, die für die Wiederherstellung von Windows® und der installierten Software auf einer leeren Festplatte notwendig sind. Dabei ist es egal, ob sich die Dateien auf nur einem oder auf verschiedenen Laufwerken befinden. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber herkömmlichen Backup Programmen, die gezwungen sind, immer komplette Laufwerke zu sichern.

Beispiel
SystemRoot C:\WINDOWS
Profiles C:\Users
ProgramFiles C:\Programme
ProgramData, ab Vista™ C:\ProgramData
Boot, ab Vista™ C:\Boot
ProgramFiles (x86), nur bei 64 Bit Systemen C:\Programme (x86)

Dateien, die nicht für die Funktion von Windows® und der installierten Software notwendig sind, wie z.B. der Mülleimer, werden nicht gesichert. Ebenso werden Ordner, die persönliche Dateien enthalten von dem Backup ausgeschlossen, da diese nicht für die Funktion von Windows® und der installierten Software notwendig sind. Ordner mit persönlichen Dateien können bei Bedarf regelmäßig mit Private-Packup gesichert werden.

Diese Ordner werden nicht mit Install-Backup gesichert:

ab Vista™ XP, Server™2003
Dokumente Eigene Dateien
Bilder
Musik
Videos
Downloads

Der Standardordner für Google Drive wird von Backup und Restore ausgeschlossen, da auch er persönliche Dateien enthält.

Jede Installationssicherung enthält alle Reuschtools Dateien, die für eine erfolgreiche Wiederherstellung notwendig sind. Somit kann die Wiederherstellung ohne Reuschtools Installation direkt aus dem Backup gestartet werden.

InstallRestore32.exe Startet Install-Restore auf 32 Bit Systemen.
InstallRestore64.exe Startet Install-Restore auf 64 Bit Systemen.

Der Unterordner 'data' enthält neben den Zip-Dateien und den Reuschtools:

RtConfig.ini wichtige Informationen für Install-Restore
HardRestore.txt Liste mit Komponenten, die von Install-Restore an fremde Hardware angepasst werden müssen.
Diese Datei kann vom Anwender bearbeitet werden.
NotToRestore.txt Liste mit Ordnern, die von Install-Restore nicht wiederhergestellt werden sollen.
Diese Datei kann vom Anwender bearbeitet werden.

Um Software vom Backup auszuschliesen installieren Sie diese ausserhalb der vorgesehenen Ordner.

1.2.2 Gibt es inkrementelle Sicherungen?

Nein, da das Ausfallrisiko mit jeder neuen Sicherung steigt. Aber es gibt etwas viel besseres. Die einzigartige Template Technik kann eine vorhandene Sicherung aktualisieren, sodass ein Backup sehr schnell geht und gleichzeitg immer nur komplette Sicherungen vorhanden sind.

1.2.3 Wie oft sollte Install-Backup ausgeführt werden?

Install-Backup sichert die Windows® Umgebung. Deshalb muss es nur ausgeführt werden, wenn sich die Windows® Umgebung verändert hat.

  • Neue Software wurde installiert, die Sie dauerhaft behalten möchten.
  • Einstellungen wurden verändert. Dies könnte z.B. eine WLAN Verbindung mit Passwort sein, um bei jedem Start des Rechners automatisch eine Internetverbindung aufzubauen.

Im besten Fall muss Install-Backup nie ausgeführt werden, nachdem ein PC korrekt eingerichtet wurde und alles richtig funktioniert.

Wichtig, was Sie sichern, bekommen Sie hinterher zurrück. Sie sollten mit Install-Backup keine gute Sicherung überschreiben, wenn Sie nicht sicher sind, dass Ihr Windows® sauber ist.

1.2.4 Wie bekomme ich eine saubere Windows® Umgebung?

Wir gratulieren Ihnen zum Kauf Ihres neuen PCs oder Notebooks. Viele "Apps" sind schon vorinstalliert, desweiteren noch mehr Testversionen, die Sie nach 30 Tagen bezahlen sollen. Ständig erscheint ein Popup Fenster, das Ihnen mitteilt, wie unsicher Ihr Rechner ohne Bezahlung ist. Am Besten Sie kaufen sich auch noch ein Smartphone und erledigen möglicht alles mit diesem, schnell und sicher.

Eine Windows® Umgebung die im Hintergrund fleißig arbeitet verlangsamt nicht nur Ihr Windows®, sondern reduziert auch die Lebensdauer der Hardware. Als Faustformel gilt: 10 Grad Celsius mehr führt zur halben Lebenserwartung. Dies ist besonders bei Notebooks von Bedeutung, da diese entstehende Wärme schlecht abführen können. Der Lüfter sollte nicht hörbar sein, wenn ein Rechner im Leerlauf ist.

Oft gibt nur eine richtige Lösung, die Neuinstallation einer sauberen Windows® Umgebung. Achten Sie deshalb beim Kauf eines Rechners unbedingt auf ein Windows®-Installations-Medium. Die original Windows® Umgebung können Sie zusätzlich behalten.

Halten Sie die Tasten LinksShift+Strg und drücken Sie Esc um den Task-Manager zu öffnen. Hier sehen Sie eine saubere 64-Bit Windows® 8.1 Umgebung im Leerlauf:

clean

  1. 24 Prozesse laufen im Hintergrund (Defender und Firewall deaktiviert)
  2. Die CPU startet den Task-Manager
  3. Die CPU ist im Leerlauf

Um eine saubere Umgebung zu installieren gehen Sie in 3 Schritten vor. Notieren Sie Ihr Vorgehen mit Stichworten in einer Textdatei. Nach jedem Schritt sollten Sie mit Install-Backup eine Sicherung mit dem Namen (Basic, Soft, Run) des jeweiligen Schrittes erstellen. Die Backups können auf dem Windows® Laufwerk gespeichert werden. Sie gehen kein Risiko ein, sobald etwas nicht korrekt funktioniert gehen Sie mit Install-Restore zum vorigen Schritt zurrück.

1. Basic

  • Installieren Sie Windows® von den Installationsmedien. Beim ersten Start von Windows® werden Sie nach den Einstellungen gefragt. Schalten Sie alles aus.
  • Wenn die Hardware älter als Windows® ist, dann sind die Treiber im Normalfall jetzt installiert. Eine Ausnahme bildet oft die Grafikkarte, die nachinstalliert werden sollte.
  • Verbinden Sie den Rechner mit dem Internet und aktiviren Sie Windows®. Ab Windows® 8 wird die Aktivierung automatisch durchgeführt. Halten Sie die Windows®-Taste und drücken Sie Pause, um die Aktivirung zu überprüfen.
  • Installieren Sie Reuschtools und den dazugehörenden Lizenzschlüssel.

2. Soft

Installieren Sie jetzt die benötigte Software. Hier ist eine Liste, die sich in der Praxis bewährt hat. Achten Sie stets darauf nur Komponenten auszuwählen, die auch benötigt werden.

  • Open Office
  • VLC Media Player, um DVDs und BluRays abzuspielen
  • Druckersoftware

Zusätzlich sind folgende Programme für Windows® Versionen älter als Windows® 8 zu empfehlen:

  • Adobe® Reader®, um PDF Dateien zu betrachten und auszudrucken.
  • Adobe® Flash® Player, um Online-Filme zu betrachten.
  • Firefox, alte Internet Explorer® funktionieren manchmal nicht mit modernen Internet Seiten.

3. Run

Im letzten Schritt machen Sie alle persönlichen Einstellungen und das Tuning.

  • Ersetzen Sie die Kacheln im Start-Menü mit solchen, die Sie für die tägliche Arbeit benötigen.
  • Deaktivieren Sie Windows® Funktionen, die nicht benötigt werden. Nutzen Sie dazu TuneUp.cmd, das sich im Ordner Reuschtools\Scrips\WinSetup befindet.

Achtung, vermeiden Sie es vor Install-Backup Seiten im Internet zu besuchen. Selbst seriöse Internetseiten können über eingeblendete Werbung Schadsoftware und Cookies auf Ihrem Rechner installieren. Wenn Sie Internet Seiten besucht haben, um Software oder Treiber herunterzuladen, sollten Sie anschliesend Install-Restore durchführen. Jetzt können die gewünschten Einstellungen vorgenommen werden, um danach mit Install-Backup eine garantiert saubere Sicherung zu erstellen.

1.2.5 Warum wird Windows® mit der Zeit langsamer?

Eine Windows® Umgebung scheint einem natürlichen Alterungsprozess unterworfen zu sein. Das Betriebssystem wird nach und nach langsamer und evtentuell fehlerhaft.

  • Nicht benötigte Programme wurden installiert oder haben sich selbst installiert (Trojaner, Viren, Spyware). Diese laufen nun im Hintergrund und belasten Arbeitsspeicher und CPU.
  • Programme wurden deinstalliert, haben aber Dateien oder Registriereinträge zurückgelassen (Leichen).
  • Regelmäßige Updates vergrößern die Datenmasse, die von Windows® verwaltet und in den Arbeitsspeicher geladen werden muss.

Ein gut konfiguriertes Windows® System sollte in weniger als einer Minute (Windows® 8 in 8 Sekunden nach Initialisierung der Hardware) gestartet und wesentlich schneller heruntergefahren sein.

Eine neue saubere Installation kann mehr Leistung als ein schnellerer Mikroprozessor bringen. Install-Backup konserviert die Installation. Nach Install-Restore läuft der Rechner wieder so schnell und sicher wie am ersten Tag.

1.2.6 Automatische Updates Ein oder Aus?

Experten scheinen sich einig, automatische Updates sind grundsätzlich einzuschalten. Die Frage muss aber erlaubt sein, ob dies in jedem Fall richtig ist.

Vorteile:

  • Bekannt gewordene Sicherheitslücken werden sofort geschlossen.
  • Fehler in der Software werden behoben.

Nachteile:

  • Automatische Updates sind eine Hintertür. Der Anbieter der Software kann die vollständige Kontrolle über den Rechner übernehmen, Ihre persönlichen Dateien lesen und Sie überwachen.
  • Windows® wird immer größer. Ein Update das heute installiert wird kann schon in 2 Wochen veraltet sein. Alte Updates verbleiben oft im Windows® System.
  • Der Anwender ist an regelmäßige Update Fenster gewöhnt, die ohne sein zutun erscheinen. Deshalb klickt er auch auf OK wenn es sich um einen Trojaner handelt, der sich auf diese Weise die volle Kontrolle über den Rechner erschleichen will.
  • Updates können Fehler verursachen, die vor dem Update noch nicht da waren.

Für Antivirus Programme ist die Argumentation ähnlich. Sowohl Antivirus als auch automatische Updates garantieren keinen Schutz vor unbekannten Sicherheitslücken.

Wer auf automatische Updates verzichten will kann in regelmäßigen Abständen mit Install-Restore den Rechner in einen sauberen Zustand zurücksetzen. Bei Bedarf können Updates manuell installiert und anschließend mit Install-Backup zu der letzten Sicherung hinzugefügt werden.

1.2.7 Wie bekomme ich verschiedene Windows® Umgebungen auf ein Laufwerk?

Grundsätzlich können beliebig verschiedene Windows® Umgebungen ab Windows® XP in einer Partition nebeneinander installiert werden. Dabei ist es egal, ob es sich um 32 oder 64 Bit Version handelt.

Vorteilhaft ist die Neuinstallation von einer zusätzlichen Windows® Umgebung. Die Windows® Installationsdateien können dann auch vom Netzwerk gelesen werden.

Nicht immer kann Setup.exe von einem laufenden Windows® gestartet werden. Ein 64 Bit Windows® kann nicht mit einer 32 Bit Windows® Version installiert werden und umgekehrt. Das Windows® Installationsprogramm mag keine älteren Versionen, weshalb es besser ist, zuerst Windows® 7 und danach Windows® 8 zu installieren.

Lässt sich Setup.exe nicht von einem laufenden Windows® starten, kann der Rechner mit der Windows® Installations-DVD gebootet werden. Oder Sie starten Setup.exe mit einer Reuschtools Recovery Umgebung.

Vor einer Neuinstallation sollten eventuell vorhandene Zielordner gelöscht werden. Nutzen Sie dazu InstallClean.cmd, das sich im Ordner Reuschtools\Scrips\WinSetup befindet. Vor der Ausführung dieses Scrips sollten Dateien, die sich im alten Dokumente Ordner befinden, gesichert werden.

Manchmal funktioniert Setup.exe im Stammverzeichnis der Windows® Installations DVD nicht richtig. Nutzen Sie in diesem Fall Setup.exe aus dem Unterverzeichnis 'Sources'.

1.2.8 Was sagt das Protokoll?

Wird ein Template verwendet, zeigt Install-Backup nur Veränderungen seit der letzten Installationssicherung an. Für jede erzeugte Zip-Datei wird ein Private-Backup Protokoll erstellt.

Im oberen Teil es Protokolls finden Sie die Kommandozeilen um Install-Backup zu automatisieren oder um eine Verknüpfung zu erstellen.

Beispiel-Protokoll

RtCmd64 3.09    OK  Freitag, 9. Mai 2014  15:35:16
Install Backup      -o1 tf5=*HD\*ARCH\ tof5=*NET\*ARCH\ to=*RD\*ARCH\ to=*CD\*ARCH\
  
      link command  c_u -xp          rtcmd ib -o t=R:\*ARCH\run.ib
  schedule command  c_e.exe -hi      rtcmd ib -i t=R:\*ARCH\run.ib
    script command                   rtcmd ib -i t=R:\*ARCH\run.ib
       new archive  R:\RtArch\_PC\Win81_64\run.ib
          template  R:\RtArch\_PC\Win81_64\test.ib
              INFO  Bootstrap code has been read
analysing
       shadow copy  C:\

backup acl          C:\w8wxwin\
          8139.489  mb
template            R:\RtArch\_PC\Win81_64\test.ib\data\_SYSTEM_.zip
             #      AppCompat\Programs\Amcache.hve
             *      bootrepair\Start\BCD
             *      bootrepair\Start\bootstrap.bin
             *      Inf\WmiApRpl\WmiApRpl.h
                    .
                    .
                    .
	
Datensatz           6661.623 mb

Festplatte    15+1  R:\RtArch\_PC\Win81_64\run.ib


ERFOLGREICH!        Logzeit 00.03.06.078

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Handbuch RT_3.41